Arten
Zur Beschreibung von Blasenschwäche werden viele verschiedene Begriffe verwendet, dazu gehören zum Beispiel: Reizblase, überaktive Blase, Harninkontinenz. Für die verschiedenen Arten von Blasenschwäche gibt es ausserdem noch einige medizinische Fachbegriffe. Mithilfe der unten beschriebenen Symptome können Sie Ihre Art bestimmen.
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Tritt bei Ihnen Urinverlust auf, wenn Sie husten, niesen, lachen oder etwas Schweres heben?
Das wird als Belastungsinkontinenz bezeichnet. Es ist die gängigste Art weiblicher Blasenschwäche. Sie tritt auf, wenn die Beckenbodenmuskulatur, welche die Blase stützt, schwach geworden ist. Beim Lachen oder Husten erhöht sich der Druck auf die Blase, und die Beckenbodenmuskeln können sich nicht mehr ausreichend zusammenziehen, um den gesamten Harn zurückzuhalten. Meist treten nur geringe Mengen aus, in manchen Fällen jedoch mehr.
Belastungsinkontinenz ist während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und bei Frauen über 40 häufiger, kann jedoch bei Frauen jeden Alters auftreten. Tatsächlich ist eine von vier Frauen irgendwann einmal von Belastungsinkontinenz betroffen. Bei etwa 40 % der jungen Frauen tritt sie beim Sport auf. Übungen zur Stärkung des Beckenbodens können helfen. Weitere Informationen darüber finden Sie im Übungsbereich.
Haben Sie manchmal plötzlichen Harndrang?
Das ist Dranginkontinenz, die oft auch als überaktive Blase bezeichnet wird. In diesem Fall verspüren die Betroffenen plötzlichen Harndrang, der zu unfreiwilligem Harnabgang führt. In der Regel geschieht dies ohne Vorwarnung, und die Menge an ausgetretenem Urin ist mittel bis gross. Der Mensch entleert seine Blase im Durchschnitt 4- bis 8-mal am Tag. Wenn Sie feststellen, dass Sie häufiger Wasser lassen müssen als normalerweise und sogar in der Nacht regelmässig mehrmals aufwachen, könnte das ein Symptom von Dranginkontinenz sein.
Die genaue Ursache für diese Art von Blasenschwäche ist nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass die Blasenmuskeln falsche Signale an das Gehirn senden, die eine grössere Harnmenge als tatsächlich in der Blase vorhanden melden. In bestimmten Fällen können Sie Ihre Blase trainieren, dies nicht zu tun. Ratschläge hierzu finden Sie unter Was tun bei Blasenschwäche?. Die meisten Menschen kommen mithilfe von Schutzeinlagen oder -wäsche mit den Symptomen von Dranginkontinenz zurecht. Das TENA-Produktsortiment bietet Diskretion und Sicherheit, sodass Sie die Auswirkungen von Dranginkontinenz mindern und ein erfülltes und aktives Leben führen können. Informationen über unsere Produkte und die Möglichkeit zur Bestellung von Gratismustern finden Sie im Produkt-Pavillon.
Haben Sie gemischte Symptome?
Bei manchen Frauen liegt eine Mischform der Blasenschwäche vor. Meist ist dies eine Kombination aus Stress- und Dranginkontinenz. Wenn Sie beide Arten von Blasenschwäche haben , wird meist die eine Form ausgeprägter als die andere sein. Wenn Sie daher den Abschnitt Was tun bei Blasenschwäche? lesen, sollten Sie das am häufigsten auftretende Symptom in den Vordergrund stellen. Sobald Ihrer Ansicht nach eine ausreichende Besserung vorliegt, können Sie sich auf das andere Symptom konzentrieren.
Haben Sie ein körperliches oder geistiges Leiden, aufgrund dessen Sie Schwierigkeiten haben, rechtzeitig zur Toilette zu kommen?
Eine weitere Art der Blasenschwäche ist das Unvermögen, die Toilette aufgrund von Problemen durch ein körperliches oder geistiges Leiden rechtzeitig zu erreichen; diese Art wird funktionelle Inkontinenz genannt. Mit Inkontinenzschutzprodukten erhalten Sie Sicherheit und Selbstvertrauen, um mit diesem Zustand stressfreier umgehen zu können. Weitere Ratschläge finden Sie unter Was tun bei Blasenschwäche?.
Liegt bei Ihnen eine neurologische Erkrankung oder eine Hirnschädigung vor?
Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Spina bifida, multiple Sklerose oder unfallbedingte Hirnschäden können auch die Kommunikation zwischen Gehirn und Blase beeinträchtigen und bewirken, dass eine Person unfähig ist, ihren Harndrang zu kontrollieren oder die Blase vollständig zu entleeren. Dies wird als neurologische Blasenstörungen bezeichnet.
Wenn Sie anhand der Informationen Ihre Art von Blasenschwäche nicht bestimmen konnten, empfehlen wir Ihnen eine individuelle Untersuchung durch einen Arzt.