Welche Arten von Blasenschwäche gibt es?
Die Hauptarten von Blasenschwäche bei Männern sind nachfolgend aufgeführt. Wir haben die medizinischen Fachbegriffe verwendet, damit Sie mit diesen vertraut sind, wenn Sie Ihre Symptome mit Ihrem Hausarzt besprechen möchten.
Dranginkontinenz
Auch als überaktive Blase bekannt, ist dies die häufigste Art von Blasenschwäche bei Männern. Sie verspüren einen plötzlichen Drang zum Wasserlassen, der zu unfreiwilligem Harnverlust führt. Dies ist in der Regel auf Störungen in den Nervensignalen zurückzuführen, oft in Verbindung mit einer vergrösserten Prostata oder den Folgen einer Prostataoperation.
Ausserdem haben Sie den Eindruck, dass Sie öfter als durchschnittlich 4-8 Mal am Tag Wasserlassen müssen, möglicherweise auch in der Nacht. In einigen Fällen können Sie Ihre Blase jedoch "trainieren", um weniger häufig Wasser lassen zu müssen und Harndrang in der Nacht zu vermeiden. Ratschläge hierzu finden Sie unter Was tun bei Blasenschwäche?.
Stressinkontinenz
Rund 10 % der Blasenschwäche bei Männern tritt bei plötzlicher physischer Anstrengung auf, wie z. B. beim Husten, Niesen, Lachen, beim Sport oder beim Heben schwerer Lasten. Dabei wird gewöhnlich nur eine geringe Menge ausgeschieden. Verbunden ist diese Art im Allgemeinen mit einer Schwächung der Beckenbodenmuskeln. Übungen zur Stärkung des Beckenbodens finden Sie unter Trainingsprogramm.
Mischformen
Etwa 10 - 30 % der Männer leiden unter gemischten Symptomen. Meist handelt es sich dabei um eine Kombination aus Stress- und Dranginkontinenz. Wenn Sie beide Arten von Blasenschwäche haben, verursacht die eine Form meist mehr Probleme als die andere. Daher sollten Sie sich zuerst auf das am häufigsten auftretende Symptom konzentrieren. Informationen dazu finden Sie unter Was tun bei Blasenschwäche.
Tröpfelinkontinenz
In diesem Fall kann die Blase nicht vollständig entleert werden und nach dem Wasserlassen tritt weiterhin tröpfelnd Urin aus. Dies hängt auch mit einer Prostatavergrösserung oder geschwächten Beckenbodenmuskeln zusammen. Techniken zum Trainieren der Muskeln finden Sie unter Was tun bei Blasenschwäche.
Überflussinkontinenz
Dabei handelt es sich um kontinuierlichen oder episodischen Harnausfluss, üblicherweise verursacht durch ein Hindernis oder eine Nervenschädigung. Wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen, lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt untersuchen, der diesen Typ männlicher Inkontinenz am besten diagnostizieren kann.
Funktionale Inkontinenz
Dabei handelt es sich um die Unfähigkeit, aufgrund körperlicher oder kognitiver Einschränkungen den Toilettengang selbstständig durchführen zu können. Ratschläge zur Behandlung dieser Beschwerden finden Sie unter Was tun bei Blasenschwäche?.
Neurologische Blasenstörungen
Nervenschädigungen infolge einer Erkrankung (wie Parkinson, Multiple Sklerose oder Hirnschäden) können die Kommunikation zwischen Gehirn und Blase beeinträchtigen. Dies führt dazu, dass die Blase nicht mehr kontrolliert bzw. vollständig geleert werden kann.
Wie Sie sehen, gibt es viele Arten von Blasenschwäche bei Männern. Natürlich empfindet jeder Mensch anders. Wenn Sie sich also bezüglich Ihrer Symptome nicht sicher sind, empfehlen wir Ihnen, Ihren Toilettengang eine Woche lang zu beobachten und in einem Tagebuch zu dokumentieren. Anschliessend können Sie diese Beobachtungen bei Bedarf mit einem Arzt oder einer Pflegefachkraft besprechen. Blasenschwäche-Tagebuch herunterladen.
Nun kennen Sie die verschiedenen Arten von Blasenschwäche. Unter Was tun bei Blasenschwäche? , erfahren Sie, wie Tausende von Männern im Alltag damit umgehen.
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