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Demenz und Inkontinenz

Eine häufige Begleiterscheinung

Wenn Ihre Liebsten eine Demenz entwickeln, werden sie möglicherweise zu einem völlig anderen Menschen. Jetzt braucht Ihr Angehöriger viel Liebe, Fürsorge und Verständnis – vor allem, wenn er inkontinent ist. 
 
Mit der Demenz nimmt die geistige Leistungsfähigkeit ab. Körpersignale werden nicht mehr richtig interpretiert, die bewusste Fähigkeit zur Steuerung von Blase und Darm fällt zunehmend schwerer. Pflegebedürftige können sich auch nicht mehr daran erinnern, dass man bei einem Dranggefühl auf die Toilette geht – ganz zu schweigen davon, dass sie oft nicht mehr wissen, wo die Toilette sich befindet. Wir sollten daher akzeptieren, dass sich mit zunehmender Demenz eine Inkontinenz nicht vermeiden lässt und Verständnis dafür entwickeln. Nicht selten empfinden unsere Lieben trotz ihrer Demenzerkrankung ein tiefes Schamgefühl oder sie sind traurig darüber, dass sie ihren Körper nicht mehr kontrollieren können und Hilfe benötigen. 

Mit der Inkontinenz des Angehörigen umgehen

Nachstehend und auf den folgenden Seiten finden Sie mehr Informationen über die Pflege von Demenzpatienten mit Inkontinenz. Das wird Ihnen helfen, Ihrem Angehörigen ein sauberes und angenehmes Gefühl zu geben. 
So merke ich, dass mein Angehöriger zur Toilette muss
Rutscht Ihr Angehörige unruhig auf seinem Stuhl herum? Greift er sich vermehrt zwischen die Beine oder presst diese zusammen? Sucht er in der Wohnung nach etwas und kann es nicht finden? All dies können Anzeichen dafür sein, dass ein Toilettengang nötig ist.
Inkontinenzprodukte und Demenz

Demente Menschen verstehen möglicherweise nicht, warum sie plötzlich ein Inkontinenzprodukt tragen sollen. Daher eignen sich besonders Produkte, die normaler Unterwäsche ähneln, wie z. B. TENA Pants. Probieren Sie auch farbige Pants-Produkte aus, wie z. B. TENA Silhouette Inkontinenz-Unterwäsche für Frauen und TENA MEN Active Fit Pants Inkontinenz-Hosen für Männer. Tipp: Wählen Sie das Produkt, dass der Unterwäsche Ihres Angehörigen am meisten ähnelt. 

Wie wechsele ich am besten das Inkontinenzprodukt?
Erklären Sie Ihrem Angehörigen geduldig, warum es wichtig ist, das Produkt zu tragen und es regelmäßig zu wechseln. Wählen Sie leicht zu öffnende Kleidung. Reißverschlüsse, Gummibänder oder Klettverschlüsse sind besser als Schlaufen, Gürtel oder Knöpfe. Das erleichtert gleichzeitig auch den Toilettengang.
Wie man das Wechseln der Kleidung einfacher gestaltet
Bei inkontinenten Angehörigen muss die Kleidung normalerweise häufiger gewechselt werden. Kommt auch noch eine Demenz dazu, benötigt ihr Angehöriger möglicherweise mehr Hilfe. Stellen Sie sicher, dass die Kleidung einfach zu wechseln ist. Kleidung mit Reiß- und Klettverschlüssen ist einfacher zu handhaben als komplizierte Knöpfe und Druckknöpfe. Indem Sie den Wechseln der Kleidung einfacher gestalten, wird Ihr Angehöriger weniger ängstlich oder peinlich berührt sein. Vor allem, wenn er sich wieder mit weniger Hilfe selbst an- und ausziehen kann.
Welche Anpassungen in der Wohnung sind sinnvoll?
Achten Sie auf Stolperfallen wie Teppichkanten und Türschwellen und entfernen Sie diese, wenn möglich. Erwägen Sie die Anschaffung eines erhöhten Senioren-WCs, wenn das den Toilettengang für Ihren Angehörigen angenehmer macht.
Wie kann ich den Gang zur Toilette mit meinem Angehörigen trainieren?
Bringen Sie ein für den Betroffenen verständliches Symbol an der Toilettentür an oder lassen Sie die Tür offenstehen. Lassen Sie nachts das Licht in der Toilette an. Manchen Demenzpatienten hilft es, sie immer zu festen Zeiten zur Toilette zu begleiten.
Hilfe beim Waschen

Hygiene ist wichtig – vor allem dann, wenn Ihr Angehöriger inkontinent ist. Bei Demenz kann es sein, dass Ihre Liebsten das Waschen vernachlässigen. Dann ist mehr Hilfe und auch Geduld von Ihrer Seite erforderlich. 

> Hier erhalten Sie weitere hilfreiche Hygienetipps.

Medikamente zur Blasenkontrolle
Der Arzt Ihres Angehörigen kann Medikamente zur Behandlung des Harndrangs verschreiben. Andere Medikamente regulieren, wie oft die Blase dem Körper mitteilt, dass ein Toilettengang notwendig ist. 
 
Diese Arzneimittel reduzieren in der Regel häufigen Harndrang, falls Ihr Angehöriger nicht in der Lage ist, rechtzeitig eine Toilette aufzusuchen. Wie bei allen Medikamenten können aber auch Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören Verstopfungen oder ein trockener Mund. 
So erleichtern Sie Ihren Lieben den Toilettengang
Auch wenn Ihr Angehöriger bereits viele Jahre in seiner Wohnung lebt, kann durch Demenz irgendwann der Zeitpunkt kommen, an dem er sich in seiner Wohnung nicht mehr auskennt. Häufig finden Betroffene dann auch die Toilette nicht mehr. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Lieben den Weg zum WC erleichtern können.
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