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Wie sich die Wechseljahre auf die psychische Gesundheit auswirken können

In den Wechseljahren kommt es häufig zu Stimmungsschwankungen und Änderungen des allgemeinen Wohlbefindens. So berichten Frauen häufig von Angstzuständen, Reizbarkeit, „Gehirnnebel“ und geringem Selbstwertgefühl sowie dem Empfinden, dass ein Lebensabschnitt zu Ende geht. Viele Frauen fühlen sich in dieser Lebensphase unsichtbar und haben damit zu kämpfen, ihren neuen Platz in der Gesellschaft zu finden.
 
Diese Gefühle werden größtenteils durch hormonelle Veränderungen verursacht – der Östrogenabfall kann Gefühle durcheinander bringen und alle möglichen schlimmen Emotionen hervorrufen. 
 
Auch körperliche Auswirkungen der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Kopfschmerzen und Gelenksteifigkeit können sich bemerkbar machen und verständlicherweise zu Frustration und Niedergeschlagenheit führen. 
 
Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, können Sie sich sicher sein, dass Sie nicht allein sind. Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren, wie sich die Wechseljahre auf Ihre psychische Gesundheit auswirken können, und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um sie zu gut zu bewältigen.

Häufige psychische Beschwerden im Zusammenhang mit den Wechseljahren

Niedergeschlagenheit in den Wechseljahren
Die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren können zu geringem Selbstwertgefühl und schlechter Stimmungslage führen. Das liegt daran, dass Östrogen, das den Menstruationszyklus steuert, auch Serotonin beeinflusst – einen Botenstoff, der Gefühle von Wohlbefinden und Glück erzeugt. 
 
Wenn Sie in der Vergangenheit an Depressionen gelitten haben, werden Sie vielleicht feststellen, dass einige vertraute Gefühle wieder auftauchen. Das mag sich beängstigend anfühlen, aber denken Sie daran, dass diese Gefühle in den Wechseljahren sehr häufig auftreten, dass sie behandelt werden können und dass sie vorübergehen.
 
Angstgefühle in den Wechseljahren 
Bestimmte Symptome der Wechseljahre können Angstgefühle auslösen oder mit ihnen verbunden sein. Hitzewallungen können sich ähnlich wie eine Panikattacke anfühlen, da sie sowohl Herzrasen als auch Hitzegefühle und Schweißausbrüche verursachen können. 
 
In den Wechseljahren kann es auch zu Schlafstörungen kommen, was wiederum zu Müdigkeit führt, die auch Angstgefühle auslösen kann. 
 
Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren
Stimmungsschwankungen sind ein häufiges Symptom der Wechseljahre. Der sinkende Östrogenspiegel kann Stimmungswechsel auslösen und dazu führen, dass Sie sich weniger im Griff haben als sonst.
 
Dies kann sich verständlicherweise auf Ihr Selbstwertgefühl auswirken und auch Ihre Beziehungen belasten. Seien Sie offen und ehrlich zu sich selbst und sprechen Sie mit den Menschen, die Sie lieben, darüber. Das macht es einfacher, diese Lebensphase zu bewältigen und hilft Ihren Angehörigen zu verstehen, was Sie durchmachen.
 
Körperliche Faktoren der Wechseljahre, die die Stimmungslage beeinflussen können 
Viele der körperlichen Symptome der Wechseljahre, wie Gewichtszunahme, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen, sind bekannt. Jedes dieser Symptome kann dazu führen, dass man sich schlecht fühlt, und so ist es nicht überraschend, dass sie sich auf die Stimmung auswirken. Darüber hinaus besteht immer die Möglichkeit, dass in dieser Zeit eine Blasenschwäche auftritt, die ihre eigenen Probleme mit sich bringt und Ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigt. Wir hoffen aber, Ihnen dabei helfen zu können.

Selbstbewusst bleiben in den Wechseljahren

Alle oben genannten Aspekte können sich auf Ihr Selbstvertrauen und Ihr Selbstwertgefühl auswirken. Es gibt jedoch bestimmte Dinge, die Sie tun können, um damit zurechtzukommen und in den Wechseljahren selbstbewusst zu bleiben:
  • Hier sind Sie schon auf dem richtigen Weg: Informieren Sie sich über die Wechseljahre, damit Sie verstehen, was in Ihrem Körper vor sich geht und was Sie tun können, um den Symptomen der Wechseljahre vorzubeugen und sie zu lindern.
  • Beobachten Sie Ihre Stimmungslage und prüfen Sie, ob es bestimmte Gefühlsmuster gibt. Lösen bestimmte Situationen bei Ihnen traurige oder ängstliche Gefühle aus? Wenn ja, vermeiden Sie diese, wenn Sie können.
  • Geben Sie dem Schlaf Vorrang: In den Wechseljahren fällt es Ihnen möglicherweise schwerer zu schlafen, daher sollten Sie eine Lebensweise praktizieren, die Ihre Schlafqualität verbessert. Vermeiden Sie sechs Stunden vor dem Schlafengehen Kaffee, Tee, Softdrinks oder Energydrinks, da dies zu häufigem Harndrang und nächtlichem Harnlassen (Nykturie) führen kann. Geben Sie das Rauchen auf und versuchen Sie, Stress zu minimieren.
  • Reduzieren Sie Stress durch regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und einen stabilen Blutzuckerspiegel. Meditation kann auch hilfreich sein. 
  • Ernähren Sie sich nährstoffreich: Eine ausgewogene Ernährung kann Ihnen zu mehr Energie verhelfen, den Stresspegel senken und Ihren Schlaf verbessern. Eine gesunde Ernährung kann auch zu einer guten Darmgesundheit beitragen, was die Serotoninproduktion erhöhen kann. Eine unregelmäßige und starke Menstruation ist eine häufige Begleiterscheinung der Perimenopause und kann das Risiko eines Eisenmangels mit sich bringen, der zu einem verstärkten Müdigkeitsgefühl führen kann; nehmen Sie daher eisenreiche Lebensmittel zu sich oder nehmen Sie Eisenpräparate ein, um dem entgegenzuwirken.
  • Sprechen Sie mit anderen darüber, sei es mit Freunden, der Familie oder anderen Frauen, die ebenfalls die Wechseljahre durchmachen. Denken Sie daran, dass Sie damit nicht allein sind. Sie können auch einer Facebook-Gruppe oder einem Forum beitreten, um zusätzliche Unterstützung zu erhalten.
  • Die Häufigkeit und Intensität der Symptome sind bei jeder Frau anders. Nur weil Sie Freundinnen haben, denen es in den Wechseljahren schlecht ging, heißt das nicht, dass es Ihnen auch so geht.
  • Denken Sie daran, dass es normal ist, sich so zu fühlen und dass dies etwas ist, was jede Frau irgendwann in ihrem Leben durchmachen wird. Denken Sie daran, dass Sie viel tun können, um die Situation in den Griff zu bekommen und den Symptomen vorzubeugen oder sie zu minimieren.
  • Verdrängen Sie das Problem nicht, sondern nehmen Sie es an. Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen. Sie werden überrascht sein, wie viele Frauen, ob jung oder alt, von Ihren Erfahrungen profitieren können und Ihnen zuhören werden. 
  • Wenn Sie in den Wechseljahren unter Blasenschwäche leiden, kann ein diskreter und wirksamer Schutz wie die schnell absorbierenden TENA Lights Slipeinlagen, die auch für sehr empfindliche Haut geeignet sind, Ihnen helfen, sich sicherer zu fühlen.

Hilfe und Unterstützung in den Wechseljahren

Wenn Angstgefühle, schlechte Laune oder Stimmungsschwankungen Ihr tägliches Leben oder Ihre Beziehungen beeinträchtigen und Sie wirklich zu kämpfen haben, dann sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Nehmen Sie Hilfe in Anspruch – Sie müssen das nicht alleine schaffen. Ihr Hausarzt kann Ihnen eine Hormonersatztherapie (HET), andere Medikamente oder eine Beratung anbieten, um Sie in den Wechseljahren zu unterstützen.