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Überlaufinkontinenz: Leben mit einer geschwächten Blase

Stock photo - Posed by model.

Überlaufinkontinenz

Gerade erst auf der Toilette gewesen und schon wieder dieser Druck auf der Blase? Das Gefühl, das Wasser nicht halten zu können, kennen viele Frauen. Vor allem in den Wechseljahren, aber auch in der Schwangerschaft oder infolge von Operationen kommt es häufig zu (vorübergehender) Inkontinenz. Es gibt unterschiedliche Formen der Blasenschwäche, die verschiedene Ursachen haben und entsprechend behandelt werden. In diesem Artikel möchten wir dich über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der sogenannten Überlaufinkontinenz aufklären.

  • Definition einer Überlaufinkontinenz
  • Was sind die Ursachen für Überlaufinkontinenz?
  • Mögliche Folgen einer unbehandelten Überlaufinkontinenz
  • Die richtige Therapie bei Überlaufinkontinenz
  • Der richtige Umgang mit Überlaufinkontinenz

Definition einer Überlaufinkontinenz

Unter einer Überlaufinkontinenz versteht man eine Form der Harnverhaltung, bei der eine unzureichende Blasenfunktion zu mehr oder weniger ausgeprägtem Harnträufeln ohne spürbaren Harndrang führt. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form der Blasenschwäche, die auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen ist und sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftritt.

Anders als bei einer Belastungsinkontinenz oder Dranginkontinenz, bei der die Blasenfunktion beispielsweise durch eine übermäßige Dehnung der oder Beckenbodenmuskulatur in der Schwangerschaft bzw. einen Rückgang der Bindegewebselastizität in den Wechseljahren beeinträchtigt wird, liegt die Ursache der Überlaufinkontinenz in einer organischen Störung des Gleichgewichts zwischen Blasen- und Harnröhrendruck.

Durch die Aktivität der Nieren füllt sich die Blase mit Urin, was sich durch Harndrang bemerkbar macht. Bei der Überlaufinkontinenz ist aufgrund einer organischen oder funktionellen Blasenfunktionsstörung jedoch kein kontrolliertes Entleeren der Blase möglich: Übersteigt der Harnblasendruck den Druck in der Harnröhre, kommt es zu einem ungewollten Druckausgleich, den die Betroffenen nicht selbst steuern können. Der Urin fließt dabei ungehindert aus der Blase ab, jedoch entleert sich diese nicht vollständig. Stattdessen bleibt stets eine gewisse Menge Restharn in der Blase zurück.


Was sind die Ursachen für Überlaufinkontinenz?

Eine Überlaufinkontinenz kann eine Vielzahl an Ursachen haben, unter anderem eine Abflussstörung der Harnblase, bei der es den Betroffenen nicht möglich ist, die Blase vollständig zu entleeren. Auch eine Unterfunktion des Blasenmuskels oder organische und hormonelle Veränderungen durch die Wechseljahre können eine Überlaufinkontinenz bedingen.

In der Medizin wird zwischen zwei Arten der Überlaufinkontinenz unterschieden:

  • Bei der obstruktiven Überlaufinkontinenz kommt es zu einem ungewollten Harnstau, der durch eine Abflussstörung der Blase hervorgerufen wird. Der steigende Blasendruck führt zu einer unkontrollierten Blasenentleerung, die auf dem Prinzip des Druckausgleichs zwischen Blase und Harnröhre beruht, jedoch Restharn in der Blase zurücklässt. Bei Frauen ist eine obstruktive Überlaufinkontinenz häufig die Folge einer Gebärmutterabsenkung, etwa nach einer Operation oder bedingt durch das Nachlassen der Gewebespannung im Beckenboden in den Wechseljahren.
  • Bei einer funktionellen Überlaufinkontinenz ist die Blasenmuskulatur geschwächt und die Blase kann sich nicht mehr ausreichend stark zusammenziehen, um sich gänzlich zu entleeren. Gründe dafür können beispielsweise Nervenschädigungen sein, die etwa durch eine Diabetes-Erkrankung oder Medikamente hervorgerufen wurden.

Eine Überlaufinkontinenz kann durch operative Eingriffe, Tumore, neurologische Erkrankungen oder ein Bandscheibenvorfall entstehen.

Mögliche Folgen einer unbehandelten Überlaufinkontinenz

Durch die Abflussstörung der Blase und den dadurch entstehenden Harn-Rückstau können bei einer unbehandelten Überlaufinkontinenz die Blasenmuskulatur oder -nerven, der Harnleiter oder gar die Nieren beschädigt werden. Das Risiko einer Niereninsuffizienz ist erhöht. Diese Form der Blasenschwäche bedarf daher in den meisten Fällen einer entsprechenden Therapie.


Die richtige Therapie bei Überlaufinkontinenz

Die richtige Therapie einer Überlaufinkontinenz richtet sich nach der jeweiligen Ursache:

  • Bei einer obstruktiven Überlaufinkontinenz wird der verengte Blasenausgang meist operativ behandelt, sodass das Abflusshindernis beseitigt und eine normale Blasenfunktion wiederhergestellt wird. So kann beispielsweise eine abgesenkte Gebärmutter, die den kontrollierten Urinabfluss verhindert bzw. das vollständige Entleeren der Blase erschwert, operativ behandelt werden.
  • Ein schwacher Blasenmuskel, der die Ursache einer funktionellen Überlaufinkontinenz ist, kann beispielsweise über eine gezielte medikamentöse Behandlung oder andere konservative Therapieformen, etwa Elektrostimulation, gestärkt werden.

Der richtige Umgang mit Überlaufinkontinenz

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